Dogs & Storks-Vortrag

für werdende Familien mit Hund am 21. Oktober 2019 im Geburtshaus Rosenheim

Bild: Dr. Janey May, Dogs-Connection
Bild: Dr. Janey May, Dogs-Connection

Sie werden bald Mutter, Vater oder Großeltern und sind sich nicht sicher, ob das mit dem Familienhund so gut klappen wird, wie Sie hoffen? Sie hören viele gut gemeinte Ratschläge aus Ihrem Umfeld – aber funktionieren diese Tipps auch bei Ihnen und bei Ihrem Hund? Sie wünschen sich fachlich fundierte Informationen von jemanden, der auch persönliche Erfahrung mit Hund und Kind hat? Es ist besser, sich im Vorfeld ein paar Gedanken darüber zu machen, welche Veränderungen das neue Familienmitglied für den Hund mit sich bringt, anstatt die Dinge einfach auf sich zukommen zu lassen.

Am Montag, den 21. Oktober 2019, 17:00 bis 19:00 Uhr im Geburtshaus Rosenheim haben Sie die Gelegenheit, mehr darüber zu erfahren, wie Sie sich und Ihren Hund gut auf die neue Situation vorbereiten können.

Dr. Janey May, selbst Mutter, Mehrhundehalterin und Tierärztin mit Schwerpunkt Verhaltenstherapie, vermittelt Ihnen wertvolle Informationen und Erfahrungen zu diesem wichtigen Thema und beantwortet Ihre Fragen. Dr. May ist außerdem Mitglied im Trainernetzwerk „Dogs & Storks – familiemithund“, das seit mehr als fünfzehn Jahren und auf vier Kontinenten für Familien mit Hund aktiv ist.


Der Vortrag bietet:

  • Antworten auf häufige Fragen von Schwangeren mit Hund
  • Checklisten für sinnvolle Vorbereitungsmaßnahmen während der Schwangerschaft und ebenso vor der Krabbelphase
  • Alltagstaugliche Lösungen für gängige Schwierigkeiten und Tipps für häufige Problempunkte zwischen Hund und Baby bzw. Krabbelkind
  • Tier- und babyfreundliche Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit
  • Anregungen, wie Sie Ihren Hund vorbereiten können, damit die neue Situation als Familie mit Kind und Hund möglichst reibungslos gelingt,
  • Die Möglichkeit, Fragen an die Vortragende zu stellen.

ANMELDUNG und weitere Infos über: www.familiemithund.info

Verständnis. Vertrauen. Sicherheit.

Das sind wichtige Elemente eines guten Miteinanders.

Es war lange ruhig hier auf Rosenheim-Dogs aufgrund privater und beruflicher Veränderungen. Auch das Schulprojekt „Keine Angst! Hunde spielend kennen lernen“ ruht immer noch. Das, worum es hier bei Rosenheim Dogs geht, ist mir nach wie vor sehr wichtig. Und ich setze mich im Rahmen meiner zeitlichen Möglichkeiten aus vollem Herzen für ein gutes Miteinander und ein Umdenken in der Hundeerziehung ein.

Was ich beobachte: Es tut sich was. Immer mehr Menschen kommen mit modernen, positiven Trainingsansätzen in Berührung und erkennen für sich den wohltuenden und hilfreichen Unterschied, der mit einem positiven, bedürfnisorientierten Umgang mit dem Hund einhergeht. Und es gibt immer mehr Hundetrainer, die sich öffentlich und laut für positives Hundetraining aussprechen. Mich freut diese Entwicklung sehr, denn es geht uns allen besser damit – Hund wie Mensch.

Heute habe ich eine Beschreibung gelesen, die so wunderbar ausdrückt, was Erziehungsarbeit über positive Verstärkung ausmacht:

“ … Erziehungsarbeit über positive Verstärkung führt zu einem Verständnis für den Hund, wie es mit anderen Mitteln nicht zu erreichen ist. Möchte man nämlich die gesamte Palette, alle Möglichkeiten dieser Lernform ausschöpfen, so muss man sich intensiv mit den Bedürfnissen des individuellen Hundes auseinandersetzen. Das ist anstrengender und anspruchsvoller als ein paar Regeln zur Rangreduktion zu befolgen, den Hund stimmlich zu unterdrücken oder körperlich zu attackieren. Der Lohn aber für diese Mühe ist eine Hund-Mensch-Beziehung voller Vertrauen und Sicherheit. …“

(Dr. Ute Blaschke-Berthold / Quelle: https://cumcane.de/unsere-arbeit/positive-verstaerkung/ )

Vertrauen und Sicherheit – beides ist wichtig, damit es uns gut geht. Für Hund wie für Mensch. Deshalb gibt es aus meiner Sicht keine Alternative in der Hundeerziehung. Auch wenn diese Art des Hundetrainings am Anfang vielleicht ein bisschen mühsamer erscheinen mag, weil man umdenken und einiges lernen muss – auch wir Menschen profitieren davon. Ich persönlich empfinde diese Art, mit Hunden zusammenzuleben uneingeschränkt als Bereicherung.

Ihr habt Fragen, seid unsicher, ob das der richtige Weg für Euch ist? Dann nehmt doch per eMail oder telefonisch Kontakt zu mir auf. Vielleicht hilft Euch ein Erfahrungsaustausch bei Eurer Entscheidungsfindung?

Tipp:
Auf der Internetseite von CumCane (unter: https://cumcane.de/unsere-arbeit/ ) findet Ihr noch weitere wertvolle Informationen darüber, was positive Verstärkung bedeutet und was nicht. Dr. Ute Blaschke-Berthold wird uns im August 2020 wieder in unserer Region besuchen. Ich schätze ihre Seminare seit vielen Jahren sehr und freue mich auf ein weiteres mit ihr. (Infos dazu unter: www.dogs-connection.de )

Kommunizieren, Konditionieren … und so.

Immer wieder liest man von Hundetrainern, die behaupten, sie würden „körpersprachlich kommunizieren“  mit Hunden und Konditionierung ablehnen. Wenn man sie dann beim „Kommunizieren mit dem Hund sieht“, bemerkt man spätestens an der Reaktion des Hundes, wie sie tatsächlich arbeiten: mit Einschüchterung durch entsprechende Körpersprache.

Jedes MalDie Verwendung eines Markersignals ist meine bevorzugte Art der Kommunikation mit dem Hund. denke ich dann: Glaubt er/sie das tatsächlich selbst? Oder nutzt er/sie bewusst die Unwissenheit seiner Kunden? Ich fände es gleich schlimm. Denn ich erwarte von einem Trainer beides: Fachkompetenz und Ehrlichkeit.

Ich bin kein Hundetrainer. Beruflich begleiten mich die Themen Kommunikation und Lernverhalten jedoch seit vielen Jahren. Und als interessierter Hundehalter ergänze ich mein Wissen schon lange intensiv und regelmäßig durch Weiterbildung bei sorgfältig ausgewählten Hundetrainern und Verhaltensbiologen. Gerade letzte Woche durfte ich wieder ein Webinar-Schmankerl von Dr. Ute Blaschke-Berthold miterleben. Das hochspannende Thema war diesmal genau dieses: Konditionierung.

Ute vermittelte uns in diesem Webinar wie immer sehr anschaulich, welche Bedeutung Konditionierung im Alltag mit dem Hund und bei Training und Verhaltenstherapie hat. Hund und Mensch leben in verschiedenen Welten und haben unterschiedliche Kommunikationssysteme. Der Mensch kann die Kommunikation des Hundes nicht ausreichend gut nachahmen, der Hund die des Menschen noch weniger. Damit wir dem Hund vermittelt können, was wir von ihm wollen, müssen wir eine Kommunikationsbrücke bauen, ihm Signale beibringen, die er tatsächlich versteht. Und das geschieht über Lernen. Genauer gesagt über Konditionierung.

Pawlow, Skinner und die Lerngesetze begleitet uns – Mensch und Hund – immer. Ob wir wollen oder nicht. Ob es uns gerade bewusst ist, oder nicht. Auch das, was man in den Videos dieser angeblich „kommunizierenden anstatt konditionierenden“ Trainer sieht ist Lernen über Konditionierung. Die Videobeispiele zeigen häufig, wie der Hund körperlich gehemmt wird. Das wird dann als „Kommunikation“ oder manchmal auch als „Ausstrahlung/Energie“ beschrieben. Aber tatsächlich passiert genau das, was diese Trainer in ihrer Aussage ablehnen: Konditionierung. Es werden Angstauslöser genutzt, auf die der Hund instinktiv reagiert: z.B. tiefe Laute, raumforderndes Verhalten, starrer Blick, Zischlaute bis hin zu plötzlichen (schmerzhaften) Berührungen. Der Hund erfährt auf diese Art eine negative Konsequenz auf sein Verhalten und wenn diese Konsequenz schnell und stark genug war, wird er sein Verhalten ändern. Gelernt wurde … tataaaa … über Konditionierierung. Mit allen negativen Nebenwirkungen dieser Art der Konditionierung übrigens, die vermeidbar wären, wenn die „Lehrenden“ kreativ genug wären, das Verhalten ihres „Lernenden“ auf andere Art zu verändern – nämlich durch positive Verstärkung. Völlig ohne Nebenwirkungen.

Wenn wir wollen, dass der Hund sein Verhalten verändert und es ihm dabei gut geht, sollten wir uns – und damit meine ich jeden Hundemenschen, nicht nur Trainer – damit auseinandersetzen, wie das gelingen kann. Wird ein Hund überwiegend über negative Konsequenzen, Angstauslöser, aversive Reize „trainiert“, wird das Folgen für sein Vertrauen zum Menschen und vielleicht sogar für seine Gesundheit haben. Wenn man das nicht möchte, sollte man sich bewusst für einen freundlichen, bedürfnisorientierten Trainingsweg entscheiden und sich das dafür erforderliche Wissen aneignen. Konditionierung spielt dabei immer eine Rolle. Wenn sich ein Verhalten lohnt, wird es wieder gezeigt. Und dieser Weg ist viel eleganter und liebevoller, als Verhalten erst auftreten zu lassen und dann zu korrigieren.

Bei „Trainieren statt dominieren“ bin ich heute über diesen sehr informativen Guide für Positives Bestärkung gestolpert – geschrieben von der Hundetrainerin Sunny Bennett. Er endet mit den Schlussworten, die auch meinen Beitrag wunderbar abrunden:  Kooperieren statt Korrigieren.

Wer noch tiefer in das Thema einsteigen möchte, dem empfehle ich das genannte Seminar „Konditionierung“ (und andere) von Dr. Ute Blaschke-Berthold, zu finden auf der Lern-Plattform „dog-ibox“.

Hund und Baby – wird das klappen?

Bild: Dr. Janey May, Dogs-Connection

Sie werden bald Mutter, Vater oder Großeltern und sind sich nicht sicher, ob das mit dem Familienhund so gut klappen wird, wie Sie hoffen? Sie hören viele gut gemeinte Ratschläge aus Ihrem Umfeld – aber funktionieren diese Tipps auch bei Ihnen und bei Ihrem Hund? Sie wünschen sich fachlich fundierte Informationen von jemanden, der auch persönliche Erfahrung mit Hund und Kind hat?

Es ist besser, sich im Vorfeld ein paar Gedanken darüber zu machen, welche Veränderungen das neue Familienmitglied für den Hund mit sich bringt, anstatt die Dinge einfach auf sich zukommen zu lassen. Am Montag, den 13. Mai 2019, 17:00 bis 19:00 Uhr im Geburtshaus Rosenheim haben Sie Gelegenheit, mehr darüber zu erfahren, wie Sie sich und Ihren Hund gut auf die neue Situation vorbereiten können.

Dr. Janey May, selbst Mutter, Mehrhundehalterin und Tierärztin mit Schwerpunkt Verhaltenstherapie, vermittelt Ihnen wertvolle Informationen und Erfahrungen zu diesem wichtigen Thema und beantwortet Ihre Fragen. Dr. May ist außerdem Mitglied im Trainernetzwerk „Dogs & Storks – familiemithund“, das seit mehr als fünfzehn Jahren und auf vier Kontinenten für Familien mit Hund aktiv ist.


Der Vortrag bietet:

  • Antworten auf häufige Fragen von Schwangeren mit Hund
  • Checklisten für sinnvolle Vorbereitungsmaßnahmen während der Schwangerschaft und ebenso vor der Krabbelphase
  • Alltagstaugliche Lösungen für gängige Schwierigkeiten und Tipps für häufige Problempunkte zwischen Hund und Baby bzw. Krabbelkind
  • Tier- und babyfreundliche Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit
  • Anregungen, wie Sie Ihren Hund vorbereiten können, damit die neue Situation als Familie mit Kind und Hund möglichst reibungslos gelingt,
  • Die Möglichkeit, Fragen an die Vortragende zu stellen.

ANMELDUNG und weitere Infos über: www.familiemithund.info


Spaß beim Training. Für eine gute Mensch-Hund-Beziehung

Im letzten Jahr haben wir eine unserer Lieblingsübungen etwas vernachlässigt: Do As I Do. Oder kurz: DAID. Schade eigentlich, denn wir lieben das alle drei sehr. Es vereinfacht in vielen Situationen das Lernen neuer Dinge und wirkt sich ganz nebenbei positiv auf die Mensch-Hund-Beziehung aus. Es entsteht dabei etwas, was ich als „tieferes Verständnis“ beschreiben würde.

Wir haben tatsächlich auch schon wieder damit angefangen. Ganz spielerisch. Alle Beteiligten kannten die vor vielen Jahren streng nach Claudia Fugazza´s Protokoll eingeübten Signale „Pass auf“ (wenn ich die Aktion vormache) und „Do it“ (wenn die Hunde das Vorgemachte nachmachen sollen) noch. Und ein Ziel hatten wir auch: der Ball soll in den Korb.

Ivy ist ja bereits so etwas wie ein Profi im „Basketballspiel“. Clooney konnte ich diesen Sport bisher nicht näher bringen. Also versuchen wir’s doch mal mit ein wenig Do As I Do, dachte ich. So ganz verstanden hat er das Prinzip „Ball in den Korb“ aber noch nicht. Wir bleiben da aber dran. Und Spass hatte er auf jeden Fall. Es gab ja ziemlich viel Lob und einige Kekse für jeden guten Ansatz, auch wenn der Ball (noch) nicht im Korb gelandet ist. Und natürlich gab es auch diesmal wieder einen positiven Abschluss mit ein paar Aufgaben, die ihm leicht fallen.

Wer sich für „Do As I Do“ interessiert, dem empfehle ich das Buch von Claudia Fugazza, die dieses Konzept als Verhaltensforscherin im Team von Prof. Ádám Miklósi an der ELTE-Universität in Budapest erforscht und entwickelt hat:
Claudia Fugazza: „Do As I Do: Using Social Learning to Train Dogs“
Sie beschreibt darin ausführlich den wissenschaftlichen Hintergrund, welche Voraussetzungen das Mensch-Hund-Team mitbringen muss und wie man die erforderlichen Signale mit dem Hund sauber aufbaut.

Unsere Anfänge von „Do As I Do“ seht ihr meinen früheren Beiträgen. Ich wünsche Euch viel Spass beim Ausprobieren.